Monatsspruch September 2018:

«Gott hat für alles eine Zeit vorherbestimmt, zu der er es tut; und alles, was er tut, ist vollkommen»  

(Pred 3,11)

 

 

RefBEJUSO

Solidarität bis zum Ende

17.9.18 refbejuso - Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat eine Position zu pastoralen Fragen rund um den assistierten Suizid veröffentlicht. Es ist ihm wichtig, Pfarrerinnen und Pfarrer in der schwierigen Tätigkeit zu unterstützen. Die Kirchen setzen sich für eine Gesellschaft ein, in der niemand als Last empfunden wird, sondern wo jede und jeder sich getragen wissen darf durch eine umfassende Solidarität.



Walkringen

Monatstext für September 2018 von Pfarrer Peter Raich

Besuch aus Amerika – im Brüggbach

Vor einem Jahr begrüsste Res Wüthrich, Hirt auf dem Sömmerungsbetrieb Brüggbach, ein Ehepaar aus Amerika, das auf der Suche nach einem Bauernhof im Emmental war. Es stellte sich heraus, dass die Ehefrau auf der Suche nach ihren «Wurzeln» ist. Wie ist dies möglich? Wie ist die Vorgeschichte?

Im Zuge der Reformation kam es schon Anfang des 16. Jahrhunderts zu heftigen theologisch-politischen Auseinandersetzungen. Die Menschen hatten plötzlich einen Zugang zu den biblischen Texten gefunden. Die Bibel war ins Deutsche übersetzt worden und durch die Buchdruckkunst erschwinglich. Die Frage, ob und wie die biblische Botschaft ins tägliche Leben integriert werden kann oder sogar soll, erhitzte die Gemüter.

Die Täufer

Dies führte zu einer Bewegung, die eng verflochten war mit dem Bauernstand. Die Bauern erkannten mehr und mehr, wie sie von den Städten und vom Staat ausgebeutet und unterdrückt wurden. Die neu entstandene Bewegung der «Täufer» zielte auf eine radikale Trennung von Kirche und Staat und verweigerten (unter anderem) mit Hilfe des Evangeliums den Kriegsdienst. Dies hatte konkrete Hintergründe und Zusammenhänge.

Radikale Wende nach der Schlacht von Marignano

Vor der Reformation in der Schweiz halfen z.B. Taufbücher, die jungen Burschen im richtigen Alter ausfindig zu machen, um sie für das Kriegshandwerk zu rekrutieren. Die «Täufer» lehnten sich nach der Schlacht von Marignano (1515)gegen diese menschenverachtende und ganz und gar unchristliche Praxis auf. Über 10 000 junge Schweizer Männer waren auf dem Schlachtfeld tot liegen geblieben. Währenddessen verdiente die Obrigkeit ein Vermögen am Krieg. Die Rückkehrer entschieden, ihre Kinder von nun an selbst zu taufen und nicht mehr in Kirchenbücher eintragen zu lassen. Damit wollten sie dem Menschenhandel ein Ende bereiten. Das war die Geburtsstunde der Täufer.

Verfolgung und Flucht

Zwingli, der zunächst auf Seiten der Täufer stand, drehte sein Fähnchen nach der Reformation in Zürich und liess die Täufer sogar verfolgen und etliche in der Limmat hinrichten. Die Täufer flohen in die nahe und weite Welt hinaus, weil sie sich nie wieder am Kriegen beteiligen wollten. Täufer, Wiedertäufer oder Alttäufer wurden sie genannt, weil sie anders als Luther und Zwingli zu der Erkenntnis kamen, dass die Taufe ausschliesslich dann praktiziert werden sollte, wenn die zu Taufenden sich bewusst für den Glauben entscheiden (Gläubigentaufe) können und wollen.

Asyl im In- und Ausland

Zunächst fanden sie als im eigenen Land religiös und politisch Verfolgte Unterschlupf im Berner Jura und auch in den abgelegenen Höfen des Emmentals. Walkringen zählte dabei zu den toleranten Gemeinden und legte sich sogar für die Täufer gegen die Obrigkeit in Bern an. 1585 erliess jedoch der Rat von Bern ein Täufermandat, das die Täufer u.a. mit der meist tödlich endenden «Galeerenverbannung » bestrafte. Dies führte zu weiteren Auswanderungswellen der Täufer bis nach Amerika. Dort bilden bis heute die Mennoniten die grösste Gruppe der Täufer. Die Amischen stammen von Jakob Ammann ab, dessen missglückte Verhaftung in Walkringen im Sommer 1694 im Buch «Geschichte der Gemeinde Walkringen» ausführlich beschrieben wird.

Die Suche nach den Wurzeln

Die Vorfahren der Amerikanerin waren vor Generationen vom Brüggbach ausgewandert und die Annahme ist nahe liegend, dass sie dies aus Glaubensgründen taten.

Am 16. September feiern wir den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag auf dem Hof der Alpgenossenschaft Brüggbach. Die eigenen Wurzeln suchen und dieser Feiertag haben einiges gemeinsam. Dabei denken wir auch an die belastete Zeit der Verflechtungen von Kirche und Staat.

Der Besuch aus Amerika zeigt uns, dass Menschen nach ihren Wurzeln suchen und fragen. Es kann der erste Schritt sein für eine innere und äussere Versöhnung.

Peter Raich, Pfarrer



RefBEJUSO

Synodalrat Lucien Boder verstorben

16.8.18 refbejuso - Völlig unerwartet ist am Mittwoch, 15. August, Synodalrat Lucien Boder gestorben. Nach einer erfolgreichen Krebstherapie im Frühling fühlte er sich wieder gut und arbeitete voller Freude und Tatkraft. Umso schwerer ist es, sein plötzliches Sterben zu begreifen. Er starb friedlich bei sich zu Hause.



Grosshöchstetten

Personelles

Liebe Kirchgemeinde



Grosshöchstetten

Aus dem Kirchgemeinderat

An seiner letzten Sitzung hat der Kirchgemeinderat u.a. folgende Geschäfte behandelt:



Grosshöchstetten

Kirchliche Unterweisung 8. Klasse - Themenkurse

AN AllE 8.-KlÄSSlER uND DEREN ElTERN



RefBEJUSO

Visionsbotschafter: Damian Kessi

26.6.18 refbejuso - Der Synodalrat hat anlässlich seiner Sitzung vom 21. Juni 2018 nach Prüfung der eingegangenen Bewerbungen Damian Kessi zum Visionsbotschafter gewählt.



RefBEJUSO

SEK-Präsident Gottfried Locher bestätigt

17.6.18 SEK/refbejuso - Die Mitglieder der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, SEK, haben am 17. Juni Gottfried Locher für eine dritte Amtszeit bestätigt. Seine Herausforderin Rita Famos erhielt 24 der 70 Stimmen.



RefBEJUSO

Beschlussprotokoll Sommersynode 2018

11.6.18 refbejuso - Das Beschlussprotokoll der Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, die am 29. und 30 Mai im Rathaus Bern getagt hat, ist erschienen.



RefBEJUSO

Vision stand im Fokus des 2. Synodetages

30.5.18 refbejuso - Der Bericht zur Vision Kirche 21 "Von Gott bewegt. Den Menschen verpflichtet" und die damit beantragte Stelle eines Visionsbotschafters oder einer Visionsbotschafterin gaben Anlass zu Diskussionen. Zudem unterstützte die Synode mit deutlichem Mehr den Antrag, die Stelle Gottesdienstentwicklung auf 75 Stellenprozente aufzustocken, um der Bedeutung des Gottesdienstes, insbesondere der Kirchenmusik, für das kirchliche Leben künftig gerecht zu werden.



RefBEJUSO

Übernahme Pfarrschaft aufgegleist

29.5.18 refbejuso - Der erste Tag der Sommersynode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn stand im Zeichen der Umsetzung des neuen bernischen Landeskirchengesetzes. Das Kirchenparlament traf wichtige Entscheide, damit die Übertragung der rund 500 Pfarrdienstverhältnisse vom Kanton Bern an die Reformierte Kirche auf Anfang 2020 reibungslos ablaufen wird.



Grosshöchstetten

Neues Projekt des Jugendchors „Kinglets“ der Kirchgemeinde Grosshöchstetten

Nach zwei erfolgreichen Konzerten diesen Februar startet Kinglets - der frische Jugendchor der Kirchgemeinde Grosshöchstetten - in die zweite Runde. Der rund 25-köpfige Chor mit Jugendlichen ab der Oberstufe freut sich auf weitere neue Sängerinnen und Sänger.



Grosshöchstetten

Angebote 60plus

Das neue Programmheft angebote 60 plus ist da. Sie können aus einem abwechslungsreichen Programm auswählen.



RefBEJUSO

Offener Brief an Bundesrätin Sommaruga

23.4.18 refbejuso - Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat «mit Bestürzung, Besorgnis und Unverständnis» von der geplanten Überprüfung des Flüchtlingsstatus von über 3‘000 Eritreerinnen und Eritreern Kenntnis genommen. Deshalb wehrt er sich in einem offenen Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga dagegen.



RefBEJUSO

HEKS-Nothilfe in Ost-Goutha Syrien

13.4.18 refbejuso - HEKS unterstützt in Syrien Flüchtlinge, die aus Ost-Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus stammen. Die Region war seit 2013 unter der Kontrolle der Rebellen und wurde von der syrischen Armee belagert. 400‘000 Menschen hatten kaum Zugang zu Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung.



RefBEJUSO

Lange Nacht der Kirchen

30.5.18 - Mehr als 100 Kirchgemeinden im Refbejuso-Kirchengebiet öffneten am 25. Mai ihre kirchlichen Räume und verwandelten die Nacht zum Tag! «Auch blieben sie die Nacht über um das Haus Gottes. 1. Chr 9,27» so das Motto der Langen Nacht der Kirchen. Mehr als 10'000 Interessierte folgten der Einladung zu einem vielfältigen Programm für Jung und Alt.



RefBEJUSO

OeME-Förderpreis 2017 verliehen

5.4.18 refbejuso - Der Förderpreis 2017 geht an die Gemeindepartnerschaft Sigriswil-Göncruszka. Die langjährige Partnerschaft ist in der Kirchgemeinde breit verankert und wird durch ausserordentlich vielfältige Formen der Unterstützung und des Austausches gepflegt.



RefBEJUSO

1000 Personen am Ostermarsch

3.4.2018 refbejuso - Rund 1000 Personen haben am diesjährigen Ostermarsch teilgenommen. Als sichtbares Zeichen für „Gerechtes Wirtschaften für den Frieden“ haben sie sich verpflichtet, als Konsumentinnen sozial und Umweltgerecht hergestellte Güter zu kaufen, sich gegen wirtschaftliche Ausbeutung von Mensch und Natur einzusetzen und als Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ja zur Konzernverantwortungsinitiative zu sagen.



RefBEJUSO

Evi Allemann neue Kirchendirektorin

28.3.18 be.ch/refbejuso - Unter dem Vorsitz von Regierungsvizepräsident Christoph Neuhaus hat sich der am Sonntag gewählte Regierungsrat in einer Aussprache auf die Zuteilung der Direktionen geeinigt.



Grosshöchstetten

Kinder-Wald-Zelt-Lager 2018

In der ersten Sommerferienwoche bietet die Kirchgemeinde Grosshöchstetten wieder ein Kinder-Wald-Zelt-lager an.



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