Monatsspruch Mai 2019:

«Gott, wie mächtig bist du! Keiner ist dir gleich. Nach allem, was wir gehört haben, sind wir überzeugt: Es gibt keinen Gott ausser dir.»  

(2 Sam 7,22)

 

 

Walkringen

Monatstext für Mai 2019 von Pfarrer Peter Raich

Als ich etwa 17 Jahre alt war und gerade in der Schule über die jüngere deutsche Geschichte (Drittes Reich, 2. Weltkrieg) unterrichtet worden war, konfrontierte ich meine Eltern mit einer unangenehmen Frage: «Was habt ihr damals getan gegen Nazi-Terror und Krieg?» Bevor der Krieg 1939 begann, waren sie so alt wie die Schülerinnen und Schüler, die heute für das Klima auf die Strasse gehen.

Greta Thunberg sagte «Nein»
Die Bewegung «Schulstreik für das Klima» wurde vor einem halben Jahr ins Leben gerufen – durch ein 15jähriges Mädchen. Greta Thunberg lebt in Schweden und erfuhr in der Schule im Alter von acht Jahren erstmals von der menschengemachten Erderwärmung. Ihr Engagement für den Klimaschutz begann zunächst damit, zur Energieeinsparung im Haus die Beleuchtung auszuschalten. Später beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren und überzeugte auch ihre Familie davon. Während der Dürre- und Hitzewelle 2018 in Europa und drei Wochen vor der Wahl zum schwedischen Reichstag, begann sie sich aktiv in der Öffentlichkeit für den Klimaschutz einzusetzen.
Mir ist es egal, ob ich beliebt bin

Am 20. August 2018, platzierte sie sich mit einem Schild mit der Aufschrift «Schulstreik für das Klima» vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm. Zunächst war sie alleine. Sowohl ihre Eltern als auch ihre Lehrer kritisierten ihren Streik. Heute ist daraus eine weltweite Bewegung entstanden mit unzählig vielen Mädchen und Jungen, die am Streik aktiv teilnehmen. Der australische Premierminister Scott Morrison beschwerte sich: «Wir wollen mehr Lernen und weniger Aktivismus in der Schule.» Die Kinder sollten zur Schule gehen. Greta erwiderte via Twitter: «Sorry, Mr. Morrison. Können wir nicht erfüllen.» Aufsehen erregte ihre Rede vor dem Plenum der UN-Klimakonferenz in Katowice. Sie sagte unter anderem: «… ich habe gelernt, dass man nie zu klein ist, um sich für etwas einzusetzen. … mir ist es egal, ob ich beliebt bin. Ich sorge mich um Klimagerechtigkeit und den lebendigen Planeten. Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass eine sehr kleine Anzahl von Menschen weiterhin enorme Mengen von Geld machen kann. Unsere Biosphäre wird geopfert, damit reiche Menschen in Ländern wie meinem in Luxus leben können. Es sind die Leiden der vielen, die für den Luxus der wenigen bezahlen.»


Unsere Antwort als Christinnen und Christen

Die Schulstreiks rufen auch bei uns in der Schweiz verschiedenste Reaktionen hervor. Die Kinder und Jugendlichen bringen zum Ausdruck, dass sie in tiefer Sorge um die Zukunft der Erde sind und Angst haben. Sie lassen sich nicht abspeisen mit Durchhalteparolen, sondern fordern eine tiefgreifende Umkehr in der Klimapolitik. Ich glaube, es ist richtig, wenn wir unsere Kinder ernstnehmen, ermutigen und ihnen sagen: «Wir brauchen euch. Wir Erwachsenen machen vieles falsch. Wir lassen uns blenden von den mächtigen Verführern. Wir vergeuden Energie in selbstmörderischer Weise. Ihr müsst eines Tages für unsere Fehler büssen. Auch eure Kinder werden euch eines Tages fragen, was ihr gegen die Umweltsünden unternommen habt. Mit eurem Widerstand zeigt ihr uns Wege aus der Krise. Gebt nicht auf, auch wenn euch ein kalter Wind aus Politik und Wirtschaft entgegenbläst – und wenn wir alle auf vieles in Zukunft verzichten müssen. Ihr erinnert uns an unsere Würde und unsere Verantwortung. Ihr erinnert uns an unseren Glauben, daran, dass Gott will, dass es allen gut geht. Wenn es seiner Schöpfung gut geht, geht es Menschen und Tieren auch gut. Wir danken euch und wollen euch hören und gemeinsam überlegen, was wir selbst konkret ändern können und müssen. Wir danken euch für euren Mut und treten allen Verunglimpfungen eurer Streiks entschieden entgegen. Denn ihr tut das Richtige – indem ihr etwas tut!»

Pfarrer Peter Raich

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