Monatsspruch Juli 2017:

«Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.»   Phil 1,9

 

Anlässe zum Reformationsjahr 2017

Hier finden Sie den Flyer zu den Anlässen der Kirchgemeinden Biglen, Schlosswil-Oberhünigen und Walkringen im Reformationsjahr 2017.


Sonntag, 9. Juli 2017, 10.00 Uhr, Wald-Gottesdienst beim Kreuzweg

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Pfarrer Peter Raich und Musikgesellschaft Walkringen. Taufe. Apéro

Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst zur selben Zeit in der Kirche statt.

Auskunft über die Durchführung gibt ab 8 Uhr P. Raich, Telefon 031 701 24 72.



Monatstext für Juni 2017 von Pfarrer Peter Raich

Das Fest gegen die Angst

Der Autor Michael Ende war in Zürich zu einer Tagung von Topmanagern aus ganz Europa zum Thema «Die Rationalisierungsfalle» eingeladen worden. Ende sagte, dass die Menschen Angst vor der Zukunft haben. Er schlug vor, in Gedanken 100 Jahre in die Zukunft zu fliegen und sich vorzustellen,

wie die Erde dann aussehen soll. «Wenn wir alle gemeinsam etwas Bestimmtes wollen, dann finden sich auch Mittel und Wege es zu verwirklichen. ... Als Spielregel soll bei diesem Spiel nur ein Satz verboten sein: Das

geht nicht!»

Träume und Visionen

Das waren vor 2000 Jahren in Jerusalem keine Topmanager. Aber sie hatten auch Angst vor der Zukunft. Sie waren hilflos. Jesus war grausam hingerichtet worden. Ihr Freund und Lehrer fehlte ihnen. Sie erinnerten sich an seine Worte und Taten. Plötzlich hat sich unter ihnen ein Traum breitgemacht,

eine Utopie von einer besseren Welt. Sie spürten, nun waren sie an der Reihe. Das war der Aufbruch. Der Mut, der Gemeinsinn, die Einigkeit, die sie untereinander und mit Jesus verbanden, nannten sie Heiligen Geist. Das Fest gegen die Angst «Man muss Gott

mehr gehorchen als den Menschen.» Apg 5, 29

Der Satz «das geht nicht» ist tabu

Auch heute haben viele Menschen Angst vor der Zukunft. Sie haben das Vertrauen in das «System» verloren. Ihren eigenen Ideen und Träumen trauen sie nicht. Von Gottes Zuspruch und Nähe ist in ihrem Leben nichts zu spüren. Sie haben keinen Mut mehr, sich die Zukunft der Gesellschaft, der Kirche,

der Welt vorzustellen. Sie wissen nicht, wie wichtig sie dafür sind.

Vielleicht sollten auch wir einmal dieses Experiment machen. Was kommt dabei wohl heraus, wenn wir uns fragten, wie es konkret bei uns in 10 oder 20 Jahren aussehen soll? Kann sich jeder von uns an die Spielregel des verbotenen

Satzes halten: Das geht nicht!

Pfingsten – Das Fest der Ermutigung für eine neue Welt

Ach ja, die Geschichte mit Michael Ende ist noch weitergegangen: Die Topmanager reagierten auf seinen Vorschlag mit einem langen, peinlichen Schweigen. Schliesslich rief einer: «Was soll der Quatsch? Das hat doch überhaupt keinen Sinn, wir müssen auf dem Boden der Tatsachen bleiben, und die

Tatsachen sind eben die, dass wir, wenn wir nicht mindestens drei Prozent Wachstum im Jahr haben, nicht mehr konkurrenzfähig sind und wirtschaftlich zugrunde gehen.» Schliesslich wurde die Situation so mulmig, dass die Veranstalter den Versuch abbrechen mussten,

weil die Leute anfingen, den Autor zu beschimpfen und aggressiv zu werden.

Der Heilige Geist der Phantasie, der Kreativität, der Offenheit war offensichtlich nicht bei den Geschäftsleuten – also bei denen, die heute und morgen das Gesicht der Welt und der Gesellschaft massgeblich prägen!? Das sollte uns ernsthaft zu denken geben!

Jesus sagt: Schimpft nicht über die Geistlosen in Wirtschaft und Politik. Macht ihr es besser! Dazu gebe ich euch meinen Geist. Träumt euren Traum einer besseren Zukunft und fangt heute schon an, ihn zu verwirklichen.

Wenn wir uns mit aller Kraft gegen den Satz «Das geht nicht!» stemmen, wenn wir an die Kraft des Gottesgeistes glauben, wenn wir zusammenhalten, dann ist Pfingsten, dann ist Jesus mit seinem Frieden mitten unter uns. Dann feiern wir Geburtstag: Unseren, den unserer Kirchgemeinde und den einer

besseren Welt.

Peter Raich, Pfarrer



«Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.» Martin Luther

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