Monatsspruch Mai 2017:

«Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.»   Kol 4,6

 

Anlässe zum Reformationsjahr 2017

Hier finden Sie den Flyer zu den Anlässen der Kirchgemeinden Biglen, Schlosswil-Oberhünigen und Walkringen im Reformationsjahr 2017.


Monatstext für Mai 2017 von Pfarrer Peter Raich

«Mit 17 hat man noch Träume»

… hat Peggy March 1965 bei den Schlager-Festspielen in Baden-Baden gesungen. Das hat ihr zum Sieg und internationalen Durchbruch verholfen. Das Lied hat offensichtlich nicht nur jungen Hörerinnen und Hörern, sondern vielen Menschen aus dem Herzen gesungen.

Mein Traum vom Leben

Erinnern Sie sich noch an die Träume Ihrer Jugend? An Ihre Hoffnungen für dieses einzigartige, einmalige Leben? Wo sind sie heute? Was wurde Wirklichkeit? Was ist Traum geblieben?

In den Biographien vieler Menschen erfahre ich, dass da wirklich ein Traum war. Z.B. der Traum von einem Beruf oder von einem Eigenheim und Familie. Oder sogar der Traum, etwas bedeutendes entwickeln oder erschaffen zu können. Manchmal war da auch nur die leise Hoffnung, endlich aus den Zwängen unglücklicher Familienstrukturen ausbrechen und etwas Neues beginnen zu können. Wenn ich spüre, dass ein Mensch seine Sehnsucht regelrecht begraben musste, werde ich sehr traurig. Denn die Sehnsucht ist damit nicht gestorben. Sie hat sich immer wieder leise gemeldet - und geweint, wenn der Mensch ihr keinen Raum geben konnte.

Was meinen Traum beflügeln kann

Ich kann mich noch sehr gut an meine Träume erinnern, als ich so alt wie unsere KonfirmandInnen war. Ich habe mehr und mehr gespürt, wonach sich meine Seele sehnte: Anerkennung, Selbstbestimmung, Freiheit, wahre Liebe, ehrliche Freundschaft. Da war auch der Traum von einer gerechteren, friedlicheren Welt. Daran wollte ich mitarbeiten, mich selbstlos einsetzen. Wie die Mädchen und Jungen heute, sah ich mich tausenden verlockenden Angeboten gegenüber. Woran kann ich mich orientieren? Wer meint es gut mit mir? Welchen Weg soll ich gehen?

Gerade in dieser Zeit kam ich in Kontakt mit der Bibel. Ich entdeckte faszinierende Texte und einen Geist, der mich frei machte aus den engen Denkmustern meiner Erziehung. Die frühen Christen nannten ihre neue Glaubensgemeinschaft «Der Weg». Ich spürte, dass das auch mein Weg sein könnte.

Die Bibel - Befreiung zum wahren Leben

«Sola Scriptura» haben die Reformatoren gesagt. Allein das, was aus der Heiligen Schrift spricht, ermöglicht Dir ein Leben in Zufriedenheit, Freiheit und Würde. Das klingt ein wenig vorgestrig. Aber wer einmal versucht hat, dies ins Leben wirklich umzusetzen, der erst kann ahnen, welche Energie und Ermutigung darin stecken.

Ermutigung und Bestärkung erfahren die Konfirmandinnen und Konfirmanden in unserer Gemeinde am Fest Christi Himmelfahrt. Gemeinsam bekennen sie ihren Glauben, den sie aus den Über-lieferungen und Gebräuchen in der Familie und der KUW kennengelernt haben. In wenigen Wo-chen werden sie mit den Realitäten des Lebens konfrontiert. Vieles wird ihnen vorgegaukelt werden. Man wird sie sich kaufen mit geschickter Propaganda und billigen Werbetechniken. Viele ver-lieren sich in Verlockungen oberflächlicher, banaler Heilsversprechen und Lebensentwürfen. Immer wieder werden sie sich fragen: Was ist das Richtige? Wie soll ich mich entscheiden? Welchen Wegweisern kann ich vertrauen? Wer sich an die Grundlagen seines Glaubens erinnern kann, wird immer wieder zurückfinden zu sich selbst – und zu seinem Traum vom Leben.

Ohne Entscheidung bleibe ich ZuschauerIn

Nur der Glaube, der frei und tief glücklich macht, ist der richtige. Für diesen Glauben muss ich mich allerdings bewusst entscheiden. Viele scheuen die Konsequenzen und empfinden die Beschäftigung mit den Inhalten der Bibel als lästig und einengend. Das kann ich gut nachvollziehen. Doch ist eine fundamentale Veränderung meines Lebens nicht billiger zu haben, als das harte Training eines Jungen, der als Fussballprofi in den obersten Ligen spielen möchte. Der Gewinn ist jedoch phänomenal. Nicht Reichtum, Besitz, Macht und Einfluss sind die Attribute meines neuen Lebens. Dieses beginnt vielmehr bei meiner Selbstannahme, beim Glauben an mich, beim Vertrauen darauf, dass ich ein wichtiger Mensch bin an dem Platz, an dem ich lebe. Aber es endet nicht dabei. Es bezieht die anderen ein. Es gibt auch ihnen Raum zum Atmen, zum sich Entfalten, zum wirklich glücklich Sein. Frieden, Geduld, Treue, wahre Freundschaft, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Liebe im umfassendsten Sinn zeichnen dieses Leben aus. Und das Beste von allem: Du spürst darin die Verbindung mit Gott so stark, dass Du keine Angst mehr hast – nicht einmal vor dem Tod.

Ich wünsche Ihnen Mut, sich an ihren Lebenstraum zu erinnern und mit anderen darüber zu sprechen. Es ist nie zu spät, zu versuchen, ihn zu verwirklichen. Unser Glaube ist dafür der verlässlichste Partner. Davon ist fest überzeugt

Ihr Pfarrer Peter Raich



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