Monatsspruch Februar 2017:

«Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!». 

Lk 10,5

 

Anlässe zum Reformationsjahr 2017

Hier finden Sie den Flyer zu den Anlässen der Kirchgemeinden Biglen, Schlosswil-Oberhünigen und Walkringen im Reformationsjahr 2017.


«Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.» Martin Luther

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Monatstext für Februar 2017 von Pfarrer Peter Raich

Gelingendes Leben

Jedem Menschen wird das Leben geschenkt und er versucht ein Leben lang, das Beste daraus zu machen. Die Biographien, die daraus entstehen, sind vielfältig und spannend. Meist erst am Ende des Lebens erkennen wir einen roten Faden, der sich durch unser ganzes Leben zieht. Immer wieder tauchen Fragen auf: Wer hat mir eigentlich das Leben gegeben? Bin ich nur ein biologisches Produkt? Lebe ich oder werde ich gelebt? Schwimme ich an der Oberfläche der Banalitäten mit oder wage ich die Tiefe meines Lebens auszuloten? Ist mein Leben gelungen oder verpfuscht?

Allein aus Glauben

Die Reformatoren waren sich alle darin einig, dass Leben nur gelingen kann, wenn ich im Glauben verwurzelt bin. Nur der Glaube kann mich befreien aus all den Zwängen, Erniedrigungen, Ausgrenzungen, Verletzungen, die mir andere Menschen und ich mir selbst zufügen können. Aber was meint denn eigentlich Glauben? Ganz sicher nicht das, was uns zusätzlich fesseln und versklaven will. Leider erfahren viele Menschen heute Kirche und Religion immer noch so.

Friede diesem Haus!» Lk 10, 5

Glauben ist alles andere als naiv

Einen Menschen, der im Glauben verwurzelt ist, nennen wir heute einen spirituellen Menschen. Dieser versucht im Alltag wahrzunehmen, was ist. Er nimmt ganz bewusst bei sich selber wahr, was ihn bewegt, ärgert, behindert, beflügelt oder blockiert. Ein spiritueller Mensch staunt über alles, was ihm geschenkt ist. Im Staunen kann gleichfalls ein Entsetzen liegen über all das, was an Menschlichkeit und ökologischer Achtsamkeit zerstört wird. Denn echte Spiritualität hebt nicht ab von der Realität, sondern ermöglicht es, die Realität angesichts des Geheimnisses der chöpfung und des Ewigen wahrzunehmen und mitzugestalten.

Ich bin einmalig und wichtig

Durch diese Haltung gelange ich auch zu der Wahrnehmung, dass mein ganz persönliches Leben in ein grosses Ganzes eingebettet ist. Um mir dies selbst immer wieder in Erinnerung zu rufen, mache ich eine ganz einfache Übung: Ich stelle mir die Schönheit eines kleinen Gänseblümchens vor und darum herum unsere Milchstrasse mit ihren 100–300 Milliarden Sternen. Eingebettet in dieses Wunderwerk der Schöpfung darf ich mein Leben gestalten. Ich warte nicht ein Leben lang auf die grossen Wunder, sondern entdecke im Alltäglichen das Wunderbare, Kostbare und Einmalige. Dafür bin ich dankbar.

Lust auf mehr

Viele Menschen machen bei dem entsetzlichen Unfug mit, der mit grellen Lichtern und stumpfsinnigen Parolen verkauft wird. Die meisten, darauf angesprochen, wollen das eigentlich nicht und spüren das Unbehagen, das aus ihrer Seele schreit. «Aber, wenn ich nicht mitmache, werde ich komisch angeschaut und womöglich ausgegrenzt. » Diesen Satz höre ich so oft, dass die Alarmglocken in meinen Ohren fast nicht mehr zur Ruhe kommen wollen. Ein Mensch, der glaubt und in Gottes grenzenloser Liebe verwurzelt ist, wird nie ausgegrenzt sein. Er wird sich in einer neuen Gemeinschaft finden und in einer Tiefe, die dem ganzen Leben einen neuen Sinn und Glanz verleiht.

Probier’s doch einfach mal, ermutigt dich Pfarrer Peter Raich



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